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Über Training, Taktik, Ernährung, Equipment und alles, was Läufer & Triathleten bewegt.

Wintertraining – Planung und Tipps

Wintertraining gilt als reine Grundlagenphase: Intensität runter, Umfang rauf, „ruhige Kilometer. Tatsächlich ist der Winter die wichtigste Entwicklungsphase des Jahres – wenn man Kraft, Technik und Basis gezielt aufbaut. Der entscheidende Unterschied zum Sommer: Hier bestimmt nicht nur die Trainingswissenschaft den Plan, sondern auch das Wetter.

Salz auf deiner Haut (2): Tränen im Sport

Salz auf der Haut ist nicht immer Schweiß oder Meerwasser – manchmal sind es Tränen. Nach Siegen und nach Niederlagen, manchmal ohne erkennbaren Anlass, oft auf der Rückfahrt vom Rennen. Was Emotionen im Ausdauersport mit dem Körper anstellen, warum Freude vielen schwerer fällt als Frust, und warum man dem Drang zur sofortigen Analyse misstrauen sollte.

Welche Trainingsformen sind wofür?

„Wenn ich besser werden will, muss ich einfach mehr trainieren ist eine der häufigsten Fehlannahmen im Ausdauersport. Wer nur Kilometer sammelt, wird vor allem gut darin, Kilometer zu sammeln. Jede Trainingsform entwickelt ein eigenes Skillset – und die besten Athleten beherrschen möglichst viele davon gleichzeitig.

DNF ist eine Option. DNS auch.

Triathleten sind darauf trainiert, durchzuhalten. Genau das wird zum Problem, wenn der Körper signalisiert, dass heute nicht der Tag ist. DNS und DNF gelten als Makel, sind aber oft Ausdruck von sportlicher Reife. Warum die Finisher-Medaille nicht die ganze Geschichte erzählt – und wo der Unterschied zwischen Härte und Sturheit verläuft.

Wird Ausdauersport zum Privileg?

Ende der 90er reichten ein einfaches Rennrad, Hallenturnschuhe und der Wille. Heute wirkt das wie eine andere Sportart: Carbon, Powermeter, Aero-Suits, Trainingsplattformen, Abo-Ökosysteme, Startgebühren. Ein persönliches Meinungsstück über die stille Verschiebung vom Sport zur Materialschlacht – und die Frage, wie viel soziale Hürde ein Sport verträgt.

Jahresplanung und Periodisierung

Training ist kein linearer Prozess, sondern ein Steuerungssystem aus Belastung, Anpassung und Erholung. Jahresplanung organisiert das. Klassische und moderne Periodisierungs­modelle, was sie taugen und wo sie an Grenzen kommen – und warum Regeneration kein Passivzustand ist, sondern der aktive Teil der Anpassung.

Vegane Ernährung im Ausdauersport

Befürworter sehen in veganer Ernährung die Zukunft des Sports, Kritiker verweisen auf Eisenmangel und die auffällige Abwesenheit veganer Weltmeister. Die nüchterne Antwort der Wissenschaft: Vegan ist möglich und kann hervorragend funktionieren – aber nicht automatisch besser, und nur mit sorgfältiger Planung. Was das konkret heißt.

Salz auf deiner Haut (3): Schweiß

Schweiß ist eines der wichtigsten Werkzeuge des Körpers, um Leistung über Stunden aufrechtzuerhalten – aber er kostet nicht nur Wasser, sondern auch Natrium. Was eine realistische Schweißrate ist, warum „einfach Wasser trinken“ unter Belastung gefährlich sein kann, und was die weißen Streifen auf deinem Trikot über deinen Typ verraten.

Kein Alkohol ist auch keine Lösung?

Das Finisher-Bier gehört für viele zum Ritual, der Rotwein am Abend zur Lebensqualität. Die provokante These: Wer ernsthaft leistungsorientiert trainiert, hat durch Alkohol mehr Nachteile als Vorteile. Kein moralischer Zeigefinger – aber ein ehrlicher Blick auf das, was Alkohol mit Regeneration, Schlaf und Anpassung macht.

Nutrition-Tipps bei Hitze

Eine Ernährungsstrategie, die bei 15 Grad funktioniert, kann bei 30 Grad zum Problem werden. Hitze verändert nicht nur den Flüssigkeitsbedarf, sondern auch die Verdauung, die Kohlenhydrataufnahme und die Toleranzen. Wie viel ist sinnvoll, wo wird es gefährlich, und warum die Schweißrate die wichtigste Zahl ist, die die meisten Athleten nicht kennen.

Die Supplemente der Social-Media-Bubble

Instagram, YouTube und Podcasts sind voll von Nahrungsergänzungsmitteln, die Gesundheit, Regeneration und Leistung revolutionieren sollen. Zwischen Biohacking, Longevity und Performance-Marketing verschwimmt die Grenze zwischen wissenschaftlicher Evidenz und Verkaufsargument. Ein nüchterner Blick auf die Hype-Supplemente – und ein Reminder, was die wirklichen Hebel sind.

Was tun in der zweiten Saisonhälfte?

Roth, Ironman, Marathon – monatelang wurde auf diesen einen Tag hingearbeitet. Und dann? Plötzlich fällt die Struktur weg, die Form ist auf dem Höhepunkt, Körper und Kopf sind erschöpft. Die zweite Saisonhälfte ist keine Leere, sondern voller Optionen – von der Regeneration über neue Bestzeiten bis zur Vorbereitung des nächsten Jahres.

Fehler vor dem Start

Der Vorstart ist kein logistischer Zeitraum, sondern leistungsentscheidend. In den letzten zwei Stunden vor dem Startschuss treffen Athleten Entscheidungen über Ernährung, Aktivierung und Positionierung, die direkt in die Renndauer übersetzen. Was sinnvoll ist, was nicht – und warum die meisten Fehler aus Hektik entstehen, nicht aus Unwissen.

Herbstmarathon nach dem Ironman – wenn Triathleten übermütig werden

Ab August lockt der Herbstmarathon: Die Form ist da, der Ironman ist gefinisht – warum nicht noch eine Bestzeit über 42,2 km drauflegen? Die Triathlon-Saison liefert hervorragende aerobe Voraussetzungen, aber der Bewegungsapparat ist nicht auf 42 km reines Laufen vorbereitet. Was funktioniert, was schiefgeht – und welche Abstände wirklich nötig sind.

Gesundheit!

Der Körper ist das Kapital. Gesundheit steht an allererster Stelle – vor jedem Training oder Wettkampf.

Über mich

Seit 1987 Läufer, seit 1997 Triathlet, DTU-C-Trainer mit Lizenz. Erfahrung die zählt.